Karin Harrasser: »SURAZO – Monika und Hans Ertl. Eine deutsche Geschichte in Bolivien«

LeseRaum Akazienallee Am Handelshof 1, 45127 Essen, Essen

Am 12. Mai 1973 wird Monika Ertl in La Paz im Verlauf eines Feuergefechts von Sicherheitskräften auf der Straße erschossen. Sie ist zum Zeitpunkt ihres Todes Mitte dreißig und Mitglied der bolivianischen Guerilla ELN. Ihr Vater, Hans Ertl, erfährt vom Tod seiner Tochter auf seiner Rinderfarm La Dolorida im bolivianischen Regenwald.

7€ – 10€

LESART: Neue Sachbücher in der Diskussion

Cafe Cantral im Grillo-Theater Theaterplatz 11, Essen

Jedes Jahr drängen knapp 70.000 deutschsprachige Bücher auf den Markt. Der Anteil an neuen Sachbüchern wächst dabei beständig. Das LESART-Team von Deutschlandfunk Kultur und die Buchhandlung Proust lassen sich von der Flut der Sachbuch-Neuerscheinungen nicht überrollen, sondern wählen aus. Und wir sprechen darüber gemeinsam auf sechs Veranstaltungen pro Jahr im Essener Grillo-Theater.

Per Leo: „Tränen ohne Trauer“

LeseRaum Akazienallee Am Handelshof 1, 45127 Essen, Essen

Auf unsere Erinnerungskultur sind viele Deutsche stolz. Tatsächlich aber diente sie oft nur der eigenen Entlastung. Und sie hat unser Geschichtsbewusstsein verengt. Per Leo weitet es wieder, indem er den Blick öffnet: in die USA und zur DDR, nach Israel und Polen, zurück in eine unaufgeräumte Vergangenheit, nach vorne in ein unvollkommenes Einwanderungsland. Dieses radikale Buch verbindet eine Provokation mit einem Angebot. Es irritiert unseren Läuterungsstolz, und zugleich verlockt es zu einem frischen Blick auf die eigene Geschichte. Im Umgang mit dem Nationalsozialismus haben die Deutschen manches geleistet, sie sind aber auch vielen Illusionen erlegen. Heute droht eine Vergangenheit, die umso häufiger beschworen wird, je weniger man von ihr weiß, den Blick auf die Gegenwart zu verstellen. Migration und Wiedervereinigung haben unser Land so verändert, dass wir lernen müssen, anders auf uns selbst zu blicken. Weniger provinziell, weniger zwanghaft, weniger egozentrisch. Weltoffener, vielfältiger, neugieriger. Ein Leitmotiv, das uns dabei den Weg weisen könnte, ist für Leo das deutsch-jüdische Verhältnis.

7€

LESART LESART: Neue Sachbücher in der Diskussion

Cafe Cantral im Grillo-Theater Theaterplatz 11, Essen

Jedes Jahr drängen knapp 70.000 deutschsprachige Bücher auf den Markt. Der Anteil an neuen Sachbüchern wächst dabei beständig. Das LESART-Team von Deutschlandfunk Kultur und die Buchhandlung Proust lassen sich von der Flut der Sachbuch-Neuerscheinungen nicht überrollen, sondern wählen aus. Und wir sprechen darüber gemeinsam auf sechs Veranstaltungen pro Jahr im Essener Grillo-Theater.

Klaus-Peter Busse: Ruhr | Atlas – Mapping, Raumspiele, Reisen

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In den letzten Jahren gehören Begriffe wie „Mapping“ und „Atlas«“ zum Wörterbuch der Kunst- und Kulturwissenschaften. In den vielen Debatten über die Globalisierung, über Migrationsprozesse und über den Klimawandel zeigen sich zugleich Auseinandersetzungen mit Räumen und Raumbewegungen. Noch nie gab es so viele Landkarten und kartografische Übersichten, die diese Debatten begleiten. Angesichts der brisanten Situation, in die wir Menschen den Globus gebracht haben, funktionieren aber – so Bruno Latour – „die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, nicht mehr“: „Alles muss neu kartografiert werden.“

7€

LITERATUR: LITERATUR! Andreas Rossmann: „Erik Reger, Union der festen Hand“

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1918, der Erste Weltkrieg steht vor dem Ende, gewaltige Umbrüche zeichnen sich für das Ruhrgebiet und die Menschen dort ab. Sie arbeiten für die Berg- und Stahlwerke, kämpfen gegen schlechte Löhne und Ausbeutung. Als der Kaiser kommt, um sie in ihren Anstrengungen für den Krieg zu bestärken, versucht man die Unruhestifter von ihm fernzuhalten. Doch der hohe Besuch geht gründlich schief, und bald geschieht ein Mord.

7€ – 10€

Ralph Kindel und Jochen Tack: Heimat erwandern – Der ZollvereinSteig

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Endlich ist er feierlich eröffnet – der nigelnagelneue ZollvereinSteig in Essen! Nach dem Baldeneysteig und dem Kettwiger Panoramasteig gibt es nun den dritten Wanderweg in der Ruhrgebietsstadt. Das UNESCO-Weltwerbe Zollverein ist Ausgangspunkt und Ziel des ZollvereinSteigs. Genießen Sie den Abend über die grüne Erlebniswanderung, über das Planen und Auskundschaften und über die vielen Geschichten am Rande des Steigs!

7€

Khuê Phạm: »Wo auch immer ihr seid«

LeseRaum Akazienallee Am Handelshof 1, 45127 Essen, Essen

1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht...

€8 – €10

Senthuran Varatharajah: »Rot (Hunger)«

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Mit lyrischer Intensität und philosophischer Strenge erzählt »Rot (Hunger)« davon, dass der Mensch, den wir lieben, immer zu weit entfernt ist. Und davon, dass er immer fehlt – auch wenn er vor uns steht. Das ist eine Liebesgeschichte. Mit diesem Satz beginnt der Roman und erzählt von der Einsamkeit des Körpers und unserer Sprache der Liebe.

5€ – 10€

Niklas Maak: »Servermanifest. Architektur der Aufklärung: Datacenter als Politikmaschinen«

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Serverfarmen sind in der digitalen Welt das, was früher Schlösser waren: der Sitz der Macht. Doch wenn Daten der größte kollektive Schatz einer digitalen Gesellschaft sind, das Grundmaterial für Wirtschaft und Politik, warum sind dann die Orte, an denen sie gespeichert werden, so wenig sichtbar?

5€ – 10€

Christian Baron: Schön ist die Nacht

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Schön ist die Nacht ist ein Roman über die westdeutschen Siebzigerjahre, der Roman einer ganzen sozialen Klasse. Zwischen ihren nach Emanzipation strebenden Frauen und streikwilligen »Gastarbeitern«, zwischen ihnen entgleitenden Kindern und sie unter Druck setzenden Chefs, zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit führen Willy und Horst aussichtslose Kämpfe um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?

5€ – 10€

Andreas Isenschmid: Der Elefant im Raum – Marcel Proust und das Jüdische

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So wichtig das Jüdische für Proust stets war, lange Zeit schrieb er kaum darüber. Das änderte sich mit dem Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – er ist jüdisch von der ersten Zeile der Entwürfe bis zum letzten Zettelchen aus der Todesnacht. In seinem brillant erzählten Essay zeigt Andreas Isenschmid, dass Marcel Prousts Großroman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit auch eine höchst differenzierte Geschichte dieser niemals ganz gelingenden Assimilation ist.

10€