Klaus-Peter Busse: Ruhr | Atlas – Mapping, Raumspiele, Reisen

LeseRaum Akazienallee Am Handelshof 1, 45127 Essen, Essen

In den letzten Jahren gehören Begriffe wie „Mapping“ und „Atlas«“ zum Wörterbuch der Kunst- und Kulturwissenschaften. In den vielen Debatten über die Globalisierung, über Migrationsprozesse und über den Klimawandel zeigen sich zugleich Auseinandersetzungen mit Räumen und Raumbewegungen. Noch nie gab es so viele Landkarten und kartografische Übersichten, die diese Debatten begleiten. Angesichts der brisanten Situation, in die wir Menschen den Globus gebracht haben, funktionieren aber – so Bruno Latour – „die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, nicht mehr“: „Alles muss neu kartografiert werden.“

7€

LITERATUR: LITERATUR! Andreas Rossmann: „Erik Reger, Union der festen Hand“

LeseRaum Akazienallee Am Handelshof 1, 45127 Essen, Essen

1918, der Erste Weltkrieg steht vor dem Ende, gewaltige Umbrüche zeichnen sich für das Ruhrgebiet und die Menschen dort ab. Sie arbeiten für die Berg- und Stahlwerke, kämpfen gegen schlechte Löhne und Ausbeutung. Als der Kaiser kommt, um sie in ihren Anstrengungen für den Krieg zu bestärken, versucht man die Unruhestifter von ihm fernzuhalten. Doch der hohe Besuch geht gründlich schief, und bald geschieht ein Mord.

7€ – 10€

Ralph Kindel und Jochen Tack: Heimat erwandern – Der ZollvereinSteig

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Endlich ist er feierlich eröffnet – der nigelnagelneue ZollvereinSteig in Essen! Nach dem Baldeneysteig und dem Kettwiger Panoramasteig gibt es nun den dritten Wanderweg in der Ruhrgebietsstadt. Das UNESCO-Weltwerbe Zollverein ist Ausgangspunkt und Ziel des ZollvereinSteigs. Genießen Sie den Abend über die grüne Erlebniswanderung, über das Planen und Auskundschaften und über die vielen Geschichten am Rande des Steigs!

7€

LITERATUR:LITERATUR! Dagmar Leupold „Dagegen die Elefanten!“

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Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun?
Der tragische wie komische Protagonist dieser Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt.

10€

Tom Segev zu Gast: „Jerusalem Ecke Berlin. Erinnerungen“

Alte Synagoge Essen Edmund-Körner-Platz 1, Essen

Streitbar und leidenschaftlich, mit Ironie und Wärme erzählt Tom Segev sein Leben, vom Karrierebeginn in Jerusalem bis zum Ende der DDR, von seinen Begegnungen mit Markus Wolf und Nelson Mandela, Fidel Castro, Hannah Arendt, Willy Brandt und Günter Grass. Bewegend beschreibt er, wie er sich auf der Suche nach dem Verständnis der deutschen Identität auch mit den historischen Lasten Israels konfrontiert sah. Segev ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, der dabei indes auch heiklen und umstrittenen Themen nicht ausweicht. Ein überragendes Zeitzeugnis voller Optimismus – und ein großes Lesevergnügen.

12€

Khuê Phạm: »Wo auch immer ihr seid«

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1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht...

€8 – €10

Senthuran Varatharajah: »Rot (Hunger)«

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Mit lyrischer Intensität und philosophischer Strenge erzählt »Rot (Hunger)« davon, dass der Mensch, den wir lieben, immer zu weit entfernt ist. Und davon, dass er immer fehlt – auch wenn er vor uns steht. Das ist eine Liebesgeschichte. Mit diesem Satz beginnt der Roman und erzählt von der Einsamkeit des Körpers und unserer Sprache der Liebe.

5€ – 10€

Niklas Maak: »Servermanifest. Architektur der Aufklärung: Datacenter als Politikmaschinen«

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Serverfarmen sind in der digitalen Welt das, was früher Schlösser waren: der Sitz der Macht. Doch wenn Daten der größte kollektive Schatz einer digitalen Gesellschaft sind, das Grundmaterial für Wirtschaft und Politik, warum sind dann die Orte, an denen sie gespeichert werden, so wenig sichtbar?

5€ – 10€

Hubertus A. Janssen & Jens Dirksen: „Wortwetterleuchten“

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Alle reden vom Wetter, wir auch: Hubertus Janssen und Jens Dirksen haben ein neues Bühnenprogramm – „Wortwetterleuchten!“ Es begegnet den dunklen Wolken der Gegenwart mit Heiterkeit und ironischem Witz. Da blitzt es Mal um Mal satirisch, zugleich glüht der Horizont vor Liebe zu Feld, Wald und Wiesen. Äpfel haben Sonnenbrand, Verse schmelzen bei 41 Grad dahin, ein Zimtstern des Gartenwesens steht am Firmament und auf Wolke sieben wartet der Glimakipfel. Einmal mehr sind tiefere Bedeutung und hochgradiger Unsinn im Landwirtschaftlichen Feuilleton von Janssen & Dirksen so innig vereint wie ihre Gartenkolumnen und Gedichte. Sie lesen zusammen, was zusammengehört: Wortwetterleuchten!

10€

Andreas Isenschmid: Der Elefant im Raum – Marcel Proust und das Jüdische

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So wichtig das Jüdische für Proust stets war, lange Zeit schrieb er kaum darüber. Das änderte sich mit dem Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – er ist jüdisch von der ersten Zeile der Entwürfe bis zum letzten Zettelchen aus der Todesnacht. In seinem brillant erzählten Essay zeigt Andreas Isenschmid, dass Marcel Prousts Großroman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit auch eine höchst differenzierte Geschichte dieser niemals ganz gelingenden Assimilation ist.

10€