Das Fest im Literaturviertel

Feiern Sie mit uns das Buch, die Literatur und die Begegnung!



9. Mai 2026 ab 14h
im Leseraum in der Akazienallee und der Buchhandlung Proust

Bücher sollten nicht nur gelesen, sondern auch erlebt, diskutiert und gemeinsam erfahren werden. Deshalb findet auch in diesem Jahr wieder das Literaturviertelfest in der Akazienallee statt – mit Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und kleiner Gastronomie.
Seien Sie dabei, wenn Sarah Jäger, Miedya Mahmod, Denis Pfabe und David Schraven aus neuen Büchern und Texten lesen, wenn Norbert Wehr mit Jörg Hustiak bisher unveröffentlichte Texte aus dem letzten Schreibheft von Rolf Dieter Brinkmann vorstellt. pflücken Sie kostenlose Bücher von unseren Bücherbäumen, diskutieren Sie mit den Autor*innen, besuchen Sie die Buchhandlung Proust.
Am Abend erinnern wir ein weiteres Mal an den Krieg in der Ukraine, indem wir Texte von Victoria Amelina, Iryna Fingerova, Wolodymyr Wakulenko und Serhej Zhadan lesen.

Neben dem literarischen Programm erwartet Sie wieder das türkische Büffet von der MitmachAgentur aus Katernberg und Kaffee und Kuchen in der Buchhandlung.
Kommen Sie vorbei, lernen Sie uns und die Literaturlandschaft des Ruhrgebiets kennen, und vor allem: Tauschen Sie sich aus! Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, zu lesen und zu feiern!

Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: Literarische Gesellschaft Ruhr e.V., Buchhandlung Proust, Correctiv, Festival Literaturdistrikt, Literaturbüro Ruhr e.V

Programm 9. Mai 2026

LeseRaum Akazienallee


14:00 Uhr Sarah Jäger

Die preisgekrönte Autorin und langjährige Mitarbeiterin der Buchhandlung Proust liest aus ihrem neuesten Jugendroman „Das Feuer vergessen wir nicht“
«Es geht um alles, einfach alles. Wie wir leben, was wir machen.» Ich hole tief Luft. «Weil wir nicht allein unterm Sternenhimmel liegen. Verstehst du?»
Ein berührender Jugendroman darüber, dass man der Welt nicht allein und hilflos gegenübersteht.


15:15 Uhr Denis Pfabe

Denis Pfabe, geboren 1986 in Bonn, ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel und studierte Medienkommunikation und Journalismus. Sein Debütroman »Der Tag endet mit dem Licht« erschien 2018, »Simonelli« folgte 2021. Im Jahr 2024 erhielt er den Deutschlandfunk-Preis bei den 48. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. 2026 ist »Die Möglichkeit einer Ordnung« erschienen.
Der Baumarkt als Mikrokosmos: »Die Möglichkeit einer Ordnung« ist so originell wie wirklichkeitsnah. Denis Pfabe nimmt uns mit an einen literarisch unverbrauchten Schauplatz und lässt im Banalen entlarvende Erkenntnis, im Vertrauten schrägen Witz aufblitzen. Ein Roman aus der Mitte unserer Gesellschaft.


16:30 Uhr David Schraven (CORRECTIV) mit „Die CORRECTIV-Story“

CORRECTIV-Gründer und Publisher David Schraven stellt sein Buch „Die CORRECTIV-Story“ vor und spricht darüber, wie Recherchen entstehen, wie man Spuren folgt – und wie Journalismus die Demokratie stärkt.


17:45 Uhr aus der aktuellen Ausgabe des SCHREIBHEFT, Zeitschrift für Literatur, Nr. 106, darin ein Dossier über Rolf Dieter Brinkmann

Norbert Wehr, Herausgeber der Literaturzeitschrift SCHREIBHEFT, stellt aus der aktuellen Ausgabe Nr. 106, gemeinsam mit Jörg Hustiak (ehem. WDR-Sprecher), bislang unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass von Rolf Dieter Brinkmann vor, darunter "Ein langer Sonntag", eine Erzählung, die in Essen spielt.


19 Uhr Miedya Mahmod

Aufgewachsen im Kiosk der Eltern & im Pott geblieben, kennt they die neuen Arbeitsplätze (Linienbus/Bäckerei) nicht.
Schreibt, arbeitet, lebt, in keiner Reihenfolge, immerzu im selben (un)möglichen Körpern. Kommt aus der Lyrik. Kuratiert & veranstaltet mit dem Kollektiv parallelgesellschaft in Berlin-Neukölln.
• Jurypreis beim 31. open mike, 2023
• Gewinner:in des Textstreich. 2023/24 – Wettbewerb für lyrische Texte, 2024
• Residenzstipendium Literatur auf Burg Gladbach, Victor Rolff Stiftung, 2024
• Hauskünstler:in des Center for Literature, Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung, 2024/2025
• Literaturpreis Ruhr 2024: Förderpreis
• Artist-in-Residence Atelier Galata, Kunststiftung NRW, 2024/2025
Moderation und Gespräch: Lukas Hermann, Gelsenkirchen



20 Uhr Texte von ukrainischen Autor*innen

Als Ausklang soll am Abend an den andauernden Krieg in der Ukraine erinnert werden, mit aktuellen Texten von Victoria Amelina, Iryna Fingerova, Wolodymyr Wakulenko, Serhej Zhadan u.a. gelesen von den Veranstalter*innen und Schauspieler*innen.

Die Lesungen von Miedya Mahmod und Denis Pfabe werden unterstützt vom NRW KulturSekretariat in der Reihe Werkproben
Der LeseRaum wir gefördert von E.ON





Mehr Infos

13/04/2026

CÉCILE WAJSBROT: OFFENER HIMMEL

Cécile Wajsbrot, mit der Ehrendoktorinnenwürde derUniversität Duisburg-Essen ausgezeichnet, stellt ihren neuen Roman vor. Moderation: Stephanie Bung und Veronika Stritzke Cécile Wajsbrot hat seit ihrem literarischen Debut im Jahr 1982 zahlreiche Romane, Erzählbände, wissenschaftliche Essays und literarische Übersetzungen (u.a. von Peter Kurzeck) veröffentlicht. Zuletzt, im Jahr 2024, erschienen sowohl ihre gesammelten Essays als auch ihr jüngster Roman, Plein ciel, der seit Februar 2026 unter dem Titel Offener Himmel auch in deutscher Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller vorliegt. Der Roman handelt vom Fliegen, vom Fallen und von Flugwesen aller Art. In die vielstimmige Erzählung eingewoben ist zunächst der Menschheitstraum vom Fliegen. Wovon träumen wir, wenn wir vom Fliegen träumen? Falls wir vom Fliegen träumen? Tatsächlich fliegt zumindest eine der Figuren des Romans überhaupt nicht gerne. Sie hat Angst vor Flugreisen und zieht dem Flugzeug bei weitem das Reisen mit der Bahn vor. Fliegen als Albtraum, als Schatten der Vergangenheit, als das traumatische Erlebnis eines Kindes, dem ein geliebter Mensch – in diesem Fall durch einen mysteriösen Flugzeugabsturz – genommen wurde. Der Roman verarbeitet auf diese Weise Themen und Strukturen, die Wajsbrots Werk, das im Spannungsfeld von Sprach- und Geschichtserfahrung angesiedelt ist, insgesamt prägen. Besonders eindrücklich ist dabei einmal mehr die erzählerische Stimmenvielfalt, durch die hier dem Albtraum vom Fallen Lichtgestalten mit und ohne Flügeln entgegentreten. Diese Stimmenvielfalt wollen Stephanie Bung und Veronika Stritzke im Gespräch mit Cécile Wajsbrot hervorheben und sie in einer zweisprachigen gemeinsamen Lesung zu Gehör bringen. Karten in der Buchhandlung Proust Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR! Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung Veranstalter: Literarische Gesellschaft Ruhr e.V. , Universität Duisburg-Essen
13/04/2026

Paul Ingendaay „ENTSCHEIDUNG IN SPANIEN Der große Kampf der Literatur 1936-1939“

Paul Ingendaay erzählt eine packende Geschichte von Mut und Verblendung im Prolog des Zweiten Weltkriegs; Hintergrund ist der Spanischen Bürgerkrieg. Moderation: Norbert Wehr Am 19. Juli 1936 besteigt General Francisco Franco ein Flugzeug in Richtung Tetuán, um sich einem Aufstand gegen die spanische Republik anzuschließen. Der Putsch sorgt rund um den Erdball für Entsetzen – und eine so spontane wie heftige Gegenwehr. Zehntausende Freiwillige aus aller Welt nehmen es auf sich, dem Land gegen die Invasion von innen beizustehen. Es sind Künstler, Reporterinnen, Intellektuelle und Verfolgte, es sind Helfer und Krankenschwestern, Idealistinnen und Abenteurer. Sommer 1936: In Madrid kühlen Anwohner das heiße Straßenpflaster mit Wasser, während wenige Häuser weiter eine Pistole im Parlament gezogen wird. Auf den Wagner-Festspielen in Bayreuth erhält Hitler einen Brief: Ein gewisser General Franco bittet ihn um militärische Unterstützung bei einem Putsch gegen die spanische Regierung. Sechs Tage später macht sich eine deutsche Fliegereinheit in Zivil unter dem Codenamen «Unternehmen Feuerzauber» bereit für den Einsatz. Und inmitten all der Wirren bricht eine wild zusammengewürfelte Gruppe an Freiwilligen auf, um Spanien gegen den faschistischen Umsturz zu verteidigen. Ernest Hemingway, George Orwell, Martha Gellhorn, André Malraux, Arthur Koestler, Willy Brandt, Simone Weil und andere schließen sich ihnen an. Es ist die Zeit der großen Entscheidungen in Europa – und doch auch die der Zufälle, der Unfälle und tragischen Ironie. Karten in der Buchhandlung Proust Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR! Gefördert von der Alfred und Claire Pott-Stiftung
13/04/2026

Literaturviertelfest in der Akazienallee

Feiert mit uns das Buch, die Literatur und die Begegnung! Bücher sollten nicht nur gelesen, sondern erlebt, diskutiert und gemeinsam erfahren werden – davon sind wir überzeugt. Deshalb findet am 9. Mai 2026 auch dieses Jahr wieder das Literaturviertelfest in der Akazienallee statt – mit Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Musik. Seid dabei, wenn Autorinnen und Autoren wie Sarah Jäger, Miedya Mahmod, Denis Pfabe und David Schraven aus neuen Büchern und Texten lesen, pflückt kostenlose Bücher von unseren Bücherbäumen, diskutiert mit den Autor*innen, besucht die Buchhandlung Proust. Am Abend wollen wir ein weiteres Mal an den andauernden Krieg in der Ukraine erinnern und lesen Texte der letzten Jahre von Viktoria Amelina, Serhej Zhadan u.a.
13/04/2026

Peter Keup „Wie aus Opfern Täter wurden“

Im Rahmen von "Snowdance. Independent Film Festival" konnte man Anfang Februar in Essen den Dokumentarfilm "The Spies Among Us" sehen (er hat beim Festival den Preis für die beste Regie gewonnen). Der Film basiert auf der Recherche des Historikers Peter Keup nach Spuren zu seiner eigenen Geschichte. Das zugrunde liegende Buch, seine Dissertation beleuchtet die Machenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und deren Langzeitfolgen bis heute. Als Turniertänzer versucht Peter Keup, aus der DDR zu fliehen. Er wird gefasst, kommt ins Gefängnis und später in den Westen – aber die Fragen lassen ihn nicht los. Mit dem Ende des SED-Regimes wurde auf der Grundlage einer Täter-Opfer-Dichotomie auf der einen Seite der gigantische MfS-Überwachungs- und Verfolgungsapparat untersucht, auf der anderen das Leid der Betroffenen in den Blick genommen. Versuche einer Opfer-Täter-Begegnung mit dem Ziel einer Annäherung oder gar Versöhnung scheiterten. Peter Keup setzt sich intensiv mit der eigenen Familie auseinander, nachdem er beim Blick in die Stasi-Akten dort den eigenen Bruder als Quelle findet. Klar ist, dass jede Einteilung in Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse, Opfer oder Täter Zwischenschattierungen außer Acht lässt. Hat sich durch den Film etwas geändert? Peter Keup stellt sein Buch und seine Geschichte vor.
27/11/2025

Ulrich Homann: Das hast du dir doch Alles nur ausgedacht

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14/04/2025

Save the Date: Literaturviertelfest 2026 am 9.Mai ab 14h

Ab 13 Uhr bis in den Abend feiern wir in der Essener Akazienallee ein Straßenfest für die Literatur und die Demokratie!